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[Fan Novel] Verbrannt

Planet Reach, Jahr 2584, Datum 13.4. Uhrzeit 24:32 Uhr, Temperatur: 45°C, Luftfeuchtigkeit 90%

„2 Jahre Lockeren Dienst schieben, ein paar Außerirdische Abknallen, danach nach Hause kommen und dann von dem Geld ein Haus auf der Erde kaufen, von wegen. Stattdessen sitz ich mitten in der Hitze, im Sand und diese Verdammten Außerirdischen überrennen uns jeden Moment!“



Diese Worte gingen Private Jackson durch den Kopf. Das UNSC Propagandavideo von der Leichten Kriegsführung und dem Ruhm und Ehre hatte gelogen. Stattdessen gab es Blut, Elend, Hitze. Auf Menschlicher Seite. Während die Allianz eine Siegreiche Schlacht nach der anderen für sich verbuchen konnte. Selbst die Spartan 2 waren vernichtend Geschlagen worden. Es ging sogar das Gerücht um das der letzte Überlebende feige an Bord eines Sternenschiffes geflohen war.

„Schöne Helden, die hauen ab und wir Krepieren hier im Dreck“

Fluchte Jackson leise. Aber selbst die Spartan 3 die zur Reach Verteidigung Gehörten waren geschlagen worden. Selbst das Noble Team war ausgelöscht. Noble 6 wurde von Eliten Plamaschwertern durchbohrt am alten Spartan Trainingsgelände gefunden. Ein schockierender Anblick der als Foto durch alle UNSC Mailverteiler ging.

Ein Fliegender Falcon zerrte Private Jackson aus seinen Gedanken, aber als er hoch sah, erblickte er das der Falcon nicht Flog, er schmierte ohne Kontrolle ab und knallte wenige Meter von dem UNSC Trupp Charly 254, dem Private Jackson angehörte an einen Felsen und ging sofort in Flammen auf. Man konnte den Piloten schreien hören während er bei Lebendigem Leibe verbrannte. Die Charly Kompanie wär ihm gerne zu Hilfe gekommen, aber hätten sie sich aus ihrer Deckung gewagt hätten die Eliten die einige Meter weiter standen sie gleich Pulverisiert. Jackson und seine Kameraden konnten von ihrer Position aus gut erkennen wie die Eliten und Grunts näher an das Brennende Wrack und den schreienden Piloten rankamen und scheinbar amüsiert dabei zugucken wie der Mensch verbrannte.

Für einen von Jacksons Kameraden war das zu viel, er stürmte aus der Deckung und wollte das Feuer eröffnen, allerdings erwischte ein Allianz Scharfschütze ihn noch bevor er den ersten Schuss abgeben konnte. Röchelnd ging der Soldat zu Boden, er Jackal hatte mit einem Gezielten Schuss seine Lunge durchbohrt und niemand konnte ihm zur Hilfe eilen. Den der Allianz Scharfschütze wartete nur auf sein nächstes Opfer.

Minuten später, die dem gesamten Trupp wie Stunden vorkam starb der Private schließlich und auch die Schreie aus dem Falcon hatten aufgehört. Die Eliten wussten dass hier eine Gruppe Menschen im Versteck lag, taten aber nichts. Denn die Eliten empfanden es als Langweilig eine wehrlose Gruppe anzugreifen. Das hätten selbst die dummen Grunts hinbekommen. Was der Wahrheit entsprach, denn den Menschen war die Munition ausgegangen. In den Waffen befanden sich nur noch wenige Schüsse, das hätte nicht einmal mehr für einen Typischen Allianztrupp aus der aus einem Eliten und 4-6 Grunts bestanden hätte. Nicht mal für einen einzelnen Eliten.

Endlich knackte das Funkgerät wieder. „Rückzug, egal wie!“ war die Anweisung, wobei sich dies als Schwierig erwiesen hätte. Auch für einen Rückzug hätten sie aus ihrer Deckung gemusst. Solange die Eliten in der Nähe waren, war das ausgeschlossen. So blieb ihnen nichts über als zu warten bis die Allianztruppen sich selbst zurückziehen würden. Und das konnte dauern. Der Trupp spekulierte auf die Nacht, unvorteilhafter Weise war Sommer, und vor 3 Uhr morgens würde es nicht richtig Dunkel werden und auch dann war das Zeitfenster nur sehr klein, denn um 5 Uhr wurde es bereits wieder Hell. Dies war zwar Perfekt für Landwirtschaft aber schlecht zur Kriegsführung. Allerdings hatte daran bei der Kolonisierung von Reach auch niemand gedacht.

Zu all dem Unglück der Charly Kompanie fing es jetzt auch noch an zu regnen, was dazu führte das sich die Ebene in der sie waren innerhalb von Minuten zu einem Schlammigen dampfenden Loch verwandelte. Allerdings gefiel dies scheinbar auch den Eliten nicht. Diese zogen sich nämlich zurück. Ob sich die Scharfschützen zurückgezogen hatten wussten die Soldaten allerdings nicht. Allerdings war durch den Wasserdampf auch die Sicht Massivs eingeschränkt.

„Jetzt oder nie“

Kam vom Kompanieführer über die Helmkopfhörer, und die Soldaten krochen vorsichtig aus ihrer Deckung um den Rückzug nach hinten anzutreten. Jeder Rechnete Insgeheim damit als erster von einem Plasmaprojektil durchbohrt zu werden. Aber nichts dergleichen passierte.

„Los Mädels, rennt um euer Leben!“ kam jetzt laut über die Kommunikation und genau das Taten die Soldaten, und auch Private Jackson rannte was die Müden beine hergaben. Das Gewitter was mit dem Regen kam begleitete die Soldaten mit lautem Donner. Als wenn es sie Antreiben wollte. Nach mehr als 20 Minuten Dauerlauf erreichten sie ihren Kommandoposten. Dort empfing sie Leutnant Sakuzo, der ursprünglich aus Japan stammte. Aber seine Familie war noch vor einem Jahr nach Reach auswandert, um dort quasi gleich nach Einzug von der Allianz niedergemetzelt zu werden.

„Die Allianz zieht sich zurück!“

War die Freudige Nachricht. Die Soldaten jubelten und die Kommandeure begannen eingelagertes Bier für ihren Sieg zu verteilen.

Private Jackson trank seines nicht in der Unterkunft sondern draußen, er wollte den Regen genießen, und zudem mit seinen Gedanken alleine sein, er dachte immer noch an den Piloten der Verbrannte während die Eliten um ihn rum standen. Allerdings sollte Jackson auch der erste sein der Realisierte warum sich die Allianz zurückgezogen hatte.

Ein Lauter knall, der den Donner des Gewitters mit Leichtigkeit übertönte kündigte den Grund an warum die Marines überhaupt fliehen konnten. Ein Allianz Supercarrier sprang aus dem Slipstream. Jackson dachte noch.

„Was will dieses 5 Kilometer lange Ungetüm hier?“

Die Allianz gab die Antwort prompt, der Kreuzer lud seine Plasmawaffe.

„Fuck, die wollen hier alles Verglasen!“

Hörte er sich noch schreien. Während die anderen Marines und die Kommandeure aus den Unterkünften und Büros stürzen. Die Marines hatten keine Chance, sie hatten weder die Fahrzeuge noch die Zeit zu fliehen denn der Plasmastrahl traf bereits den Boden nahe ihres Kommandoposten, eine Unglaubliche Hitzewelle, die einige Marines von den Beinen riss, zeugte davon. Viele der Soldaten liefen in Panik aus dem Camp, nur Private Jackson und einige andere blieben stehen und nahmen ihr Schicksal an.



Der Plasmastrahl kam innerhalb von Sekunden näher, und die Hitze brannte ihnen die Haut vom Fleisch. Private Jackson sah wie andere Marines sich die Brennende Haut vom Körper rissen, oder ihre Blutgefäße und Augen oder ganze Köpfe explodierten, bis auch er einen Gewaltigen Druck im Kopf spürte.

„Ein Haus am Meer, wie im Rekrutierungsvideo…“

Waren seine letzten Gedanken als sein Kopf vor Hitze explodierte.

„Komm zur UNSC, werde ein Held“ lief zu dieser Zeit im UNSC Propagandakanal, es war das gleiche Video was Private Jackson gesehen hatte, seit 5 Jahren lief dieses zur Besten Sendezeit und auch diesmal meldeten sich wieder einige Marines Freiwillig die diesen Krieg wohl nicht überleben würden.